Der Wochenrückblick: Business Coaching vs. Gründerinnenlogik

In der vergangenen Woche war intensives Coaching angesagt. Nicht dass die Wochen davor nicht auch intensiv gewesen wären, aber dieses Mal ging es darum, zu definieren, wer wir sind, was juggleHUB ist, was juggleHUB auf keinen Fall ist und was wir an Fähigkeiten mitbringen, um das Coworking Büro mit Kinderbetreuung erfolgreich zu leiten, Seminare und Veranstaltungen auf die Beine zu stellen und ein Netzwerk aus beruflich ambitionierten Frauen zu organisieren. Spontane Reaktion unsererseits: Jaajaa, haben wir doch schon tausend Mal besprochen. Nun also nochmal für den Coach. Ok, aaalso: …

und dann sitzt man da vor dem leeren Blatt und ringt um jedes Wort. Auf den Punkt zu formulieren, wer man ist und was man anzubieten hat, ohne sich in Details und Nebenschauplätzen zu verlieren, ist nämlich gar nicht so einfach. Daher war es sehr hilfreich, dass unser Coach uns á la „Setzen! Klassenarbeit!“ dazu genötigt hat, unsere Ziele, Visionen und unser Alleinstellungsmerkmal noch einmal präzise zu formulieren. Spannend dabei war auch, dass Silvia und ich das getrennt voneinander machen mussten. Hinterher wurde dann verglichen. Zur allgemeinen Erleichterung (naja, und letztendlich auch nicht wirklich überraschend) waren die Ergebnisse ziemlich ähnlich.

 

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Ich sehe gerade die Fragezeichen bei der einen oder anderen Leserin. Coach? Klassenarbeit? Hab ich was verpasst?

Zur Erklärung: Das Land Berlin spendiert uns ein Mentoren-Programm, das sich speziell an Personen in der Vorgründungsphase richtet. Im Zuge dessen durchlaufen wir nun jeweils 30 Stunden Business-Coaching, das sämtliche Bereiche von der Positionierung über die Standortsuche bis hin zur Finanzierung abdeckt. Am Ende steht dann hoffentlich ein ausgereiftes Geschäftskonzept, mit dem wir guten Gewissens an die Umsetzung gehen können.

Das Coaching hilft uns auch, halbwegs strukturiert an den riesigen Berg Arbeit ranzugehen, der da vor uns liegt und uns immer mal wieder in eine Art Schockstarre versetzt. In diesen Momenten wird uns bewusst, dass es noch so unglaublich viel zu organisieren gibt, was dazu führt, dass wir kurz mal aufhören irgendwas Gründungsrelevantes zu tun und einfach dasitzen und Wände anstarren, Suppe kochen oder den Kühlschrank abtauen. Hauptsache nichts, was mit juggleHUB zu tun hat. Gründerinnenlogik, ich sag’s euch. Glücklicherweise hält dieser Zustand nie lange an. Und wenn wir dann das nächste Mal zusammengesessen und uns „eingejuggelt“ haben, fließt es auch wieder. Aus den Coachings kommen wir ohnehin meist total beschwingt raus, weil am Ende jedes Blocks bisher immer eine neue Erkenntnis stand, etwa der entscheidende Impuls für ein Preismodell, oder einfach das Gefühl: Das wird gut!

Was haben wir diese Woche noch gelernt?

Wer eine GmbH gründet, ist nicht automatisch von jeglichen Haftungsansprüchen gegenüber Dritten befreit. Gerade für die kostenintensiven Posten, wie Personalkosten, Miete oder Kreditraten, haftet man als Privatperson – GmbH hin oder her. Insofern will es gut überlegt sein, ob die recht kostenintensive Gründung einer Kapitalgesellschaft wirklich nötig ist oder ob nicht eine andere Rechtsform mehr Sinn macht.

Kaffee ist nicht gleich Kaffee. Und die beste Maschine taugt nix, wenn keiner sie vernünftig bedienen kann. (Hat jemand von euch Erfahrung mit der Berlin School of Coffee gemacht? Gebt uns gern Feedback dazu!)

Und hier kommt er, unser Elevator Pitch. Ein bisschen Silvia, ein bisschen Katja – und mit Sicherheit ganz viel juggleHUB:

>> juggleHUB ist ein Ort, der beruflich ambitionierten Frauen und Müttern ein professionelles Arbeitsumfeld bietet, in dem sie ihre Karriere vorantreiben bzw. neu definieren, mit Gleichgesinnten netzwerken und kollaborieren und an einem breiten Angebot an Veranstaltungen, Seminaren und Coachings teilnehmen können.

Ermöglicht wird dies durch Räume, deren Infrastruktur professionelles Arbeiten ermöglicht, in denen ein separater Cafébereich zum informellen Austausch einlädt und wo Kinder liebevoll und flexibel betreut werden. <<

Habt ihr unser Vorhaben auch so verstanden? Oder denkt ihr gerade: Achso? Schreibt uns gern und sagt uns, was ihr euch vom juggleHUB wünscht. Ihr wisst ja: alles fließt…